Nov 292021
 

Nach Jahren der Abstinenz meldete Michael Engelking wieder eine Mannschaft für den Niedersächsischen Mannschaftspokal. Die Auslosung ergab ein attraktives wenn auch superschweres Los. Der Oberligist Hamelner SV trat am 28. November in Springe an. Hameln brachte nur Oberligaspieler ans Brett, man wollte sich keine Blöße gegen. Der Pokal hat halt seine eigenen Gesetzte. Für Springe spielten Artur Morcinek (Brett 1), Michael Engelking (2), Reinhard Bode-Schütte (3) und Rudolf Söchtig (4). Artur erwischte mit dem früheren Landeseinzelmeister Wilfried Bode den Spitzenspieler (Elo 2349) und musste sich mit der englischen Eröffnung auseinandersetzen. Sein Gegner häufte nacheinander positionelle Vorteile an und gewann nach knapp drei Stunden. Reinhard bekam von seinem Gegner (Elo 2101) gleich im 2. Zug eine seltene Sizilianische Variante vorgesetzt. Die Eröffnungsvorbereitung war für die Katz und er verlor erst die Qualität und nach einem groben Fehler bald auch die Partie. Der 0:2 Rückstand war – nach Berliner Wertung – schon spielentscheidend, weil der Verlust der Bretter 1 und 3 auch durch Siege in den anderen Partien nicht wettgemacht werden konnte. Trotzdem nahmen die Bretter 2 und 4 der Weserstädter (Elo 2171 und Elo 2106) unsere Remisangebote nicht an – und wären fast dafür bestraft worden. Michael musste sich mit der holländischen Verteidigung auseinandersetzen und tat das bravourös. Er entwickelte Gegenspiel am Damenflügel und stellte seinen Gegner immer wieder vor Probleme. Letztlich erzwang der Hamelner Spieler ein Remis durch Dauerschach. Rudolf lud seinen Gegner zu einem „vergifteten“ Bauergewinn ein. Dieser nahm dankbar an und verlor prompt seinen Springer. Durch eine Unachtsamkeit ging die Figur wieder verloren und mit König, Turm und jeweils einem Bauern war die Partie remis. Zwar setzte sich der Favorit erwartungsgemäß durch, aber an zwei Brettern wurde erfolgreich Paroli geboten.

Nov 252021
 

In der Verbandsliga musste der SV Springe 1 beim Schachverein Freibauer Wedemark in Bissendorf antreten. Beide Kontrahenten hatten am 1. Spieltag verloren und waren auf Wiedergutmachung aus. Wedemark gehört zu den Gegnern auf Augenhöhe, gegen die wir uns etwas ausrechneten. Als vor Ort bei der Mannschaftsaufstellung deutlich wurde, dass die Wedemärker ersatzgeschwächt ins Rennen gingen, galt das umso mehr. Der Start war vielversprechend. Nach einem schnellen Remis von Holger Weber in ausgeglichener Stellung siegten Rudolf Söchtig und Reinhard Bode während Michael Engelking ein weiteres Remis beisteuerte. Die daraus resultierende 3:1 Führung hätte angesichts der Positionen auf den verbliebenen Brettern eigentlich zum Gesamtsieg ausreichen sollen. Aber es kam anders. Arthur Morcinek hatte die Qualität für Angriffschancen geopfert, aber der Gegner wehrte alle Versuche ab und gewann. Fenja Edel gelang in schwieriger Position immerhin noch ein Remis während Stefan Gandyra im Endspiel den gegnerischen Freibauern nicht aufhalten konnte und verlor. Dieter Amm gelang durch sein Remis noch eine Schadensbegrenzung zum 4:4 Endstand, eigentlich zu wenig für unser Team angesichts des Spielverlaufes.

Der SV Springe 2 hatte Heimrecht gegen den Schachklub Lehrte 5. Lehrte ist eine der Schachhochburgen in Niedersachsen und tritt mit einer Vielzahl von Teams im Erwachsenen- und Jugendbereich an. Entsprechend riesig ist der Kader und dies wirkt sich bis in die unteren Klassen aus. Lehrte war nominell an allen Brettern überlegen. Am Ende stand eine deutliche 2:6 Niederlage für die Deisterstädter. Lennart Kurzer gelang der einzige Sieg für Springe, während Max Witte und Erik Söchtig zwei Remis beisteuerten.   

Nov 022021
 

Endlich wieder Präsenzschach! Nach langer Pause waren die Spieler und Spielerinnen im Schachbezirk eingeladen, an der BEM 2021 in Lehrte teilzunehmen. Rudolf Söchtig und drei Jugendliche starteten in verschiedenen Leistungs- und Altersgruppen: Rudolf selbst in der schweren A-Gruppe, Albert Amelin in der B-Gruppe, Lennart Kurzer in der C-Gruppe und unser Neuzugang Iago Lüders Vega in der U10-Gruppe.

Um es vorweg zu nehmen: Iago schlug sich bei seinem ersten „offiziellen“ Turnier ganz hervorragend. Er startete mit zwei Siegen, musste dann aber gegen die beiden späteren Topplatzierten zwei Niederlagen hinnehmen. Dann folgten sechs Siege und ein Remis mit dem Ergebnis von 8,5/11. Dies ergab Platz 4, einen Pokal und eine respektable DWZ aus dem Stand heraus.

Albert und Lennart spielten nicht in ihrer Altersklasse sondern in altersgemischten Gruppen. Albert konnte in der B-Gruppe 3/7 Punkte holen bei einem Gegnerschnitt von 1561 DWZ-Punkten. Das ergab Platz 14 und ein sattes DWZ-Plus von 50 Punkten. Lennart hatte in der C-Gruppe ebenfalls meist stärkere Gegner. Seine 2/7 ergaben Platz 24. und ebenfalls ein DWZ-Plus von 49 Punkten.

Rudolf suchte die Herausforderung in der stärksten Gruppe. In der 1. Runde wartete der Topfavorit, Fide-Meister und Spitzenbrett der Oberligamannschaft aus Lehrte, dem er erst Paroli bot aber dann doch verlor. Am Ende standen 2/7.